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Der Landesverrat der Milizoffiziere

Der Krieg zwischen Dänemark und Schweden 1643 - 45, der Torstenssonkrieg, stellte die bornholmische Miliz auf eine harte Probe, die sie nicht bestand.
Der schicksalsschwangere Tag war der 9. Juni 1645.
Die Bürger von Nexø hatten die Kühnheit gehabt, eine schwedische Galiot aufzubringen, die unglücklicherweise dem Reichsadmiral Wrangel persönlich gehörte, und der begann mit 29 Schiffen den Angriff auf die offene Stadt

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Der Küstenalarm trat in Funktion, und die Bürgerkompanien von Nexø und Aakirkeby schlugen die Angreifer zurück, während die Flotte weiter nach Norden segelte, und bei Malkvcernskansen gelang trotz erbitterten Widerstandes die Landung. Die Besatzung war aufgrund von Versäumnissen zahlenmäßig allzu schwach, und unter ihren Verlusten war auch der junge Bürger von Svaneke Albret Wolffsen, der allein den erzwungenen Rückzug gedeckt hatte.
Nexø wurde nun einer wilden Plünderung preisgegeben, und obwohl die Miliz indessen angelangt war und mit frischem Mut dem Feind begegnen und ihn aus dem Land vertreiben wollte, zwangen die Offiziere ihre Mannschaft auf
Rispebjerg in Povlsker ein Nachtlager aufzuschlagen und führten ihre Truppe erst am nächsten Tag in die zerstörte Stadt, die der Feind inzwischen verlassen hatte. Anstatt, wie es der lübische Verwalter Schweder Kettingk getan hatte, das Kommando zu übernehmen, blieb der wankelmütige Lehnsmann Holger Rosenkrantz im Schloss Hammershus sitzen, während Wrangel von seiner Flotte aus die bornholmischen Offiziere durch Drohungen bewegte, die Waffen niederzulegen und einen Vergleich einzugehen, und gegen ein Lösegeld versprach, die Insel in Frieden zu lassen. Die Mannschaft der Miliz wurde nach Hause geschickt und so die Insel durch den Landesverrat der Offiziere wehrlos gemacht. Dem schwedischen Admiral war es nun eine leichte Sache, sie einzunehmen und Hammershus zu belagern, das sich nach einer Beschießung von anderthalb Tagen ergab.
Verfallen, weitläufig und veraltet, taugte es nicht mehr als Festung.
Ein schwedischer Statthalter, John Burdon, übernahm die Regierung Bornholms, das die Schweden als erobertes Land ansahen. Bei den Friedensverhandlungen in Brömsebro im selben Jahr wünschte Schweden die Insel zu behalten, doch Christian IV. hielt trotz der Vorschläge des Reichsrates, Bornholm abzutreten, starr und trotzig an diesem dänischen Landesteil fest. John Burdon verließ die Insel jedoch erst nach rücksichtsloser Plünderung. Die Bornholmer atmeten wieder auf, der gerechte Zorn des alten Königs wegen der kläglichen Übergabe der Insel an den Feind hatte jedoch zur Folge, dass Holger Rosenkrantz als Lehnsmann abgesetzt wurde und vier der ihm untergebenen Milizoffiziere zum Tode verurteilt wurden, sie wurden jedoch begnadigt und nur des Landes verwiesen.

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