Sankt Ib's Kirchefahn_d.gif (850 Byte)

Die Sankt Ib's Kirche , die in früherer Zeit auch Sankt Jakobs Kirche hieß, 
wurde dem Apostel Jakob geweiht.

Das Kirchengebäude besteht aus dem romanischen Westturm, dem Schiff Chor und Absis aus dem 11. Jahrhundert. Das vorgelagerte Wappenhaus gegen Süden ist etwas jüngeren Datums, man vermutet, das dieser Teil der Kirche 2 oder 3-Jahrhundert später entstand. Das große Quergebäude im Norden ist aus dem Jahre 1867. 

Sehr interessant ist der breite Westturm wegen seiner sehr speziellen Wölbungskonstruktion. Wenn der Betrachter vom Kirchenraum gegen Westen sieht, bemerkt er zwei Bogen, die sich gegen die untere Etage des Turmes förmlich öffnen und ihre Fortsetzung in der zweiten Tonnenwölbung finden.

 

Der Kirchenraum ist ein sehr schöner romanischer Raum mit Balkendecke und Tonnengewölbe, Innen­raum und Chor und der Halbkuppel in der Absis. Die Wände sind weis gekälkt mit Ausnahme der Bogen ge­gen den Turm und der Chorwölbung, diese sind aus dem sogenannten Bomholmer Marmor gebaut. Der größte Teil der Nordmauer des romanischen Schiffes wurde im Jahre 1867 abgebrochen, als man das Quer-schiff neu baute, allerdings damit den Charakter des Raumes völlig änderte. Bei der letzen Restaurierung im Jahre 1964 wurde eine neue Orgel angebracht, am Platz der ehemaligen alten Nordwand, wobei der Charakter des romanischen Kirchenraumes wieder hergestellt wurde. Bei diesen Restaurierungsarbeiten entdeckte man Spuren von Kalkmalereien auf den Wänden des Mittelaltars. Bedauerlicherweise waren die Spuren je­doch so schwach, das sie völlig wertlos waren und eine Erhaltung unmöglich erschien.

 


Die Altartafel ist eine Malerei von Eckersberg aus dem Jahre 1846, diese Altarmalerei zeigt Christus im Garten Gethsemane. 
Den alten Aufzeichnungen war zu entnehmen, das früher zwei Altartafeln vorhanden waren, die jedoch jetzt nicht mehr auffindbar sind. In der Zeit, da diese Kirche der kath. Kirche zugerechnet wurde, hat die Sankt Ibs Kirche sicher einen Seitenaltar gehabt und möglicherweise ist die Marienfigur, die jetzt über dem Taufbecken hängt, ein Teil einer zweiten AItartafel aus dem Jahre 1500. Aus der gleichen Zeit dürf­te das Kruzifix an der Südwand des Schiffes sein. Die großen alten Kerzenhalter sind aus dem Jahre 1891, der siebenammige Kerzenhalter aus 1933.  


Das Taufbecken ist das älteste Inventar dieser Kirche. Es ist aus Kalkstein und kommt aus Gotland, von wo man in der romanischen Zeitreihe Taufbecken in großer Zahl dem damaligen östlichen Teil Dänemarks lieferte. Das Becken ist ziemlich hoch, höher als es eigentlich aussieht, weil der gesamte Fuß unter den Boden gelegt worden ist. Es steht am westlichen Ende der Kirche, wahr­scheinlich hier auch auf seinem ursprünglichen Platz vielleicht auch auf dem ursprünglichen Boden, allerdings sind über diesen früheren Boden, wie schon erwähnt, im Laufe der Zeit neue Schichten gelegt worden.
 
Die Tür zwischen dem Wappenhaus und der Kirche sitzt im ursprünglichen Südportal, welche architektonisch sehr schön ist. Obwohl sie im Laufe der Zeit etwas gelitten hat durch Vergrößerungen der Türöffnung. Ursprünglich war die Türkonstruktion durch Säulen getragen.
In dem besagten Wappenhaus hängen Ahnentafeln der Pfarrer mit vielen interessanten und teilweise lustigen Informationen über die Pfarrer dieser Kirche seit der Reformation. Daneben hängen Porträts der meisten Pfarrer seit dem Jahre 1752.
Entlang der Wände entdeckt man einige alte Grabsteine, die meisten von ihnen aus dem Jahre 1568.

 

 

 

picture: Bells Ibs kirke


Der Glockenturm beherbergt 2 Glocken, wovon die kleinste aus dem Jahre 1773 und die größere aus dem Jahre 1822 stammt
.

 


An der Mauer um den Friedhof sieht man verschiedene Verankerungen für die Pferde der Kirchenbesuchen Früher war das an den Kirchen von Bornholm üblich. In vielen dieser Verankerungen liest man die Nummern der Höfe zu denen sie gehörten; es waren die sogenannten Hofnummern.

 


Man wendet sich an den Kirchendiener um die Kirchen zu sehen.
von 9 bis 12 Uhr und von 2 bis 5 Uhr des Nachmittags.

Herausgegeben von Ibsker Menighedsrad.
Übersetzt von Tove Schou Kämmeren

 

 

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