Seen, Moore und Teiche
auf Bornholm
Bornholm ist im Vergleich zum übrigen Lande an Wasser löchern arm. Nur etwa 0,3% der Fläche besteht aus Süsswasser gegenüber 1% für ganz Dänemark.
Besonders au Nordbornholm findet man draussen in der Landschaft die grösseren Moränenseen einschliesslich der Seen ode vielmehr der Teiche in den vielen Spaltentälern de Gebietes. Ein Teil der Seen sind aber dermassen zu gewachsen, dass sie als Moore
betrachtet werden müssen.Mehrere der Weldseen sind mitderWeissen Seerose völlig zugewachsen, während andere mit grossen Büscheln aus Seegrasen und Schilfrohr angefüllt sind.Gamlemose in Almindingen besitzt außerhalb des Schilfrohrgürtels einen ringförmigen
Bestand der seltenen Kleinen Teichrose! In Kohullet findet man die seltene Flutende Moorbinse, während die Wiesen um Vallens gaardsmosen herum für ganz Dänemark das einzige Vor kommen von Moor Veilchen bieten. In Ro Plantage sind die Seen fast ganz
zugewachsen mi' der Kleinen Teichrose, und mehrere darunter sind hoch moorähnlich mit Schwingrasen von Torfmoos. Das gleiche trifft zu für die Moore in der alten Hoilyngen und in den Paradisbakkerne. Olene ist, obwohl es vorher mitten in
Hojlyngen
gelegen war, ein See von ganz beson derem Charakter, indem das Gebiet völlig von kalkbedürftigen Pflanzen beherrscht ist, wie beispielsweise der selte nen Schneide. Seen und Moore in der offenen Landschaft sind in hohem Ausmass von Schwimmendem Laichkraut,
Wasser- Knöterich und, in gewissen Gegenden des Mittleren Bornholms, von Kleiner Teichrose beherrscht. Die ursprünglichen Moor und Wiesenflächen um diese freiliegenden Seen herum wurden im Laufe der Zeit dräniert
und erscheinen heute als bebaute Felder im Gegensatz zum früheren Zustand von üppigen Blumenwiesen. Teiche. Bornholm besitzt keine Dörfer und daher auch keine Dorfteiche. Trotzdem fehlen Teiche in der Landschaft nicht, weil ja praktisch jeder Hofden eigenen
Teich besitzt, entweder in unmittelbarer Nähe des Hofes oder in der Einfriedigung, der Koppel, die zum Viehweiden benutzt wird. Gewöhnlich sind sie sehr nahrungsbelastet und sind im Frühling öfter gänzlich weiss und grün, von blühendem
Wasser‑Hahnenfuss und Wasserlinse herrührend. In solchen Teichen fand früher der Laubfrosch seinen bevorzugten Zufluchtsort, hier ist er aber heute wegen des Auffüllens und von der Verschmutzung bedroht. In machen, verlassenen Granit‑ und
Sandsteinbrüchen kommt regelmässig Wasser vor, doch sind sie vielfach sehr tief und unfruchtbar. Nur in seichten Buchten und entlang ihrer Ränder können Schwimmendes Laichkraut, Rohrkolben und Schilfrohr bis auf den Boden gelangen, und am Ufer erheben sich
vereinzelte Büschel von Knäuel Binse. Auch verlassene Kaofin und Lehmgruben sind gewöhnlich wassergefüllt. Auch in diesen bleibt die Vegetation wegen der grossen Tiefen gehemmt, weshalb der Bestand sich auf einige Rohrkolben und etwas Schwimmendes
Laichkraut beschränkt. Das Tierleben dagegen kann ganz fesselnd sein, und die seltene Wechselkröte findet sich öfter in solchen Gewässern.
Naturtypen Bornholms
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Obenstehendes Material stammt aus dem Buch:
Bornholm - Radwandern und Wandern durch Natur und Kultur,
von Finn Hansen
kaufen können Sie dieses Buch im Velkomscenter Bornholm
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