fahn_dk.gif (850 Byte) Seen, Moore und Teiche auf Bornholm

01.jpg (10171 Byte)Bornholm ist im Vergleich zum übrigen Lande an Wasser löchern arm. Nur etwa 0,3% der Fläche besteht aus Süsswasser gegenüber 1% für ganz Dänemark. Besonders au Nordbornholm findet man draussen in der Landschaft die grösseren Moränenseen einschliesslich der Seen ode vielmehr der Teiche in den vielen Spaltentälern de Gebietes. Ein Teil der Seen sind aber dermassen zu gewachsen, dass sie als Moore betrachtet werden müssen.Mehrere der Weldseen sind mitderWeissen Seerose völlig zugewachsen, während andere mit grossen Büscheln aus Seegrasen und Schilfrohr angefüllt sind.Gamlemose in Almindingen besitzt außerhalb des Schilfrohrgürtels einen ringförmigen Bestand der seltenen Kleinen Teichrose! In Kohullet findet man die seltene Flutende Moorbinse, während die Wiesen um Vallens gaardsmosen herum für ganz Dänemark das einzige Vor kommen von Moor Veilchen bieten. In Ro Plantage sind die Seen fast ganz zugewachsen mi' der Kleinen Teichrose, und mehrere darunter sind hoch moorähnlich mit Schwingrasen von Torfmoos. Das gleiche trifft zu für die Moore in der alten Hoilyngen und in den Paradisbakkerne. Olene ist, obwohl es vorher mitten in 01.jpg (10171 Byte)Hojlyngen gelegen war, ein See von ganz beson derem Charakter, indem das Gebiet völlig von kalkbedürftigen Pflanzen beherrscht ist, wie beispielsweise der selte nen Schneide. Seen und Moore in der offenen Landschaft sind in hohem Ausmass von Schwimmendem Laichkraut, Wasser-  Knöterich und, in gewissen Gegenden des Mittleren Bornholms, von Kleiner Teichrose beherrscht. Die ursprünglichen Moor und Wiesenflächen um diese freiliegenden Seen herum wurden im Laufe der Zeit dräniert und erscheinen heute als bebaute Felder im Gegensatz zum früheren Zustand von üppigen Blumenwiesen. Teiche. Bornholm besitzt keine Dörfer und daher auch keine Dorfteiche. Trotzdem fehlen Teiche in der Landschaft nicht, weil ja praktisch jeder Hofden eigenen Teich besitzt, entweder in unmittelbarer Nähe des Hofes oder in der Einfriedigung, der Koppel, die zum Viehweiden benutzt wird. Gewöhnlich sind sie sehr nahrungsbelastet und sind im Frühling öfter gänzlich weiss und grün, von blühendem Wasser‑Hahnenfuss und Wasserlinse herrührend. In solchen Teichen fand früher der Laubfrosch seinen bevorzugten Zufluchtsort, hier ist er aber heute wegen des Auffül­lens und von der Verschmutzung bedroht. In machen, verlassenen Granit‑ und Sandsteinbrüchen kommt regelmässig Wasser vor, doch sind sie vielfach sehr tief und unfruchtbar. Nur in seichten Buchten und entlang ihrer Ränder können Schwimmendes Laichkraut, Rohrkolben und Schilfrohr bis auf den Boden gelangen, und am Ufer erheben sich vereinzelte Büschel von Knäuel Binse. Auch verlassene Kaofin  und Lehmgruben sind gewöhnlich wassergefüllt. Auch in diesen bleibt die Vegetation wegen der grossen Tiefen gehemmt, weshalb der Bestand sich auf einige Rohrkolben und etwas Schwimmendes Laich­kraut beschränkt. Das Tierleben dagegen kann ganz fesselnd sein, und die seltene Wechselkröte findet sich öfter in solchen Gewässern.

 


Naturtypen Bornholms


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Obenstehendes Material stammt aus dem Buch:
Bornholm - Radwandern und Wandern durch Natur und Kultur,
von Finn Hansen
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