fahn_dk.gif (850 Byte) Rinnsale von Bornholm

01.jpg (17850 Byte) Am Boden der meisten Spaltentäler Nordbornholms strömt ein Bach oder Bächlein. Im grossen ganzen verlaufen sie aller rechtwinkelig auf die Küste zu und erstrecken sich vom Inselinnern bis ans Meer. Beim Vergleich der Bäche Nordbornholms mit denjenigen Süd und Westbornholms, ergibt sich ein grosser Unterschied im Verlaufe, in dem die Bäche Nordbornholms die geraden Spalten des Grarlits verfolgen, während die übrigen sich in grossen Krümmungen durch die Landschaft winden. Was dazu beiträgt, die Rinnsale Nordbornholms so eigenartig und ganz anders als im übrigen Dänemark zu gestalten, ist, dass sie im steinernen Bett verlaufen. An vielen Stellen verströmt der Bach direkt auf dem festen Fels, an anderen Stellen ist der Fels von einer ab­wechselnd dicken oder dünnen Schicht aus Sand oder Kies bedeckt, aber fast überall ist der Bachboden mit grossen und kleinen Steinen dicht überstreut, abgerundet und geglättet von schnell strömenden Wassern Jahrtausende hindurch. Die grossen Schwankungen der Wassermenge in den Bächen Bornholms mit annähernd Sommerdürre und Winterschwall stellen grosse Forderungen an das Leben im Wasser.

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Wassermotten sind für die Rinnsale der Insel sehr bezeichnend und kommen darin sehr häufig vor, und eine einzelne Gattung, Philipotamus montanus, ist in ganz Dänemark nur hier vertreten. Die Kleintierfauna ist so reichhaltig, dass sie Lebensmög­lichkeiten abgibt für die sonst so seltene Wasseramsel, die als Zug  und Wintergast jeden Herbst und Winter in einer Anzahl bis an die 30 in den Bächen der Insel erscheint, mit den meisten in Døondaleå, Bobbeaa, Kelseaa und Blykobbeaa. Seit 1969wurde sie in manchen Jahren als Brutvogel mehrerer dieser Bäche festgestellt. Die Bornholmer Bäche sind ausserdem wichtige Brutplätze für den Bestand an Meerforellen. Im späten Herbst versammeln sie sich vor den Mündungen der Bäche und im November bis Dezember, wenn nach der Dürre des Sommers die Bäche wieder reichlich Wasser tragen, treten sie die Wanderung zu den Brutplätzen an, die in einer Entfernung von mehreren Kilometern landeinwärts gelegen sein

 

 

 


 

Naturtypen Bornholms


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Obenstehendes Material stammt aus dem Buch:
Bornholm - Radwandern und Wandern durch Natur und Kultur,
von Finn Hansen
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