fahn_dk.gif (850 Byte) Bornholms Küste

Die gesamte Küstenlänge Bornholms beträgt 158 km.

02.jpg (8769 Byte) Die Felsenküste erstreckt sich von Gines Minde nördlich von Hasle über Hammeren die ganze Nordküste entlang bis Svaneke und weiter die Ostküste entlang bis einen km nördlich von Nexo. Bis auf etwa 70 m hohe, rauhe und schroffe Felsformatio­nen treten von Jons Kapel über Ringebakkerne bis zu Hammeren sowie bei Ro aLlf, während andere Küsten­strecken niedriger und sanfter sind. Überall ist die Küste stark zerrissen und trägt besonders auf den niedrigeren Strecken den Charakter von Schären. Ab Nexo südwärts führt eine seichte Sandsteinküste wei­ter, ebenfalls harten Charakters und bei Umständen, die ein Pflanzen und Tierleben bedingen, nicht sehrverschie­den von denjenigen der Granitküste, indem der Sandstein voll von Spalten ist, worin Pflanzen sich einwurzeln kön­nen. Auch auf den erwähnten Küstenstrecken kommen die Strandwiesen der Insel vor. Freilich sind die einzelnen Strandwiesen an Ausmass klein, doch hat 1986 eine gründliche Untersuchung ge­zeigt, dass die Insel immerhin gut 500 Strandwiesenge­biete in sich schliesst mit einem Flächeninhalt von 48,5 Hektar. 155 dieser Strandwiesen sind von besonderem In­teresse, indem sie eine reichhaltige Flora der kalkreichen Feuchtwiese besitzen, eine Pflanzengemeinschaft, die im heutigen Dänemark als bedroht angesehen werden muss. Die äusserst seltene, auf die rote Liste gesetzte, Mehl­Schlüsselblume wird also in 26 dieser Wiesen angetroffen.Von Balke bis Boderne erstreckt sich die 02.jpg (8769 Byte)Bornholmer Dünenküste die mit den hohen Dünen bei Dueodde ihren Gipfel erreicht, und die im Sommer wegen der Jurazeit besteht, von Moräne und Schmelz­wasserkies und Sand bedeckt. An mehreren Stellen auf dieser Küstenstrecke, wie z.B. südlich von Arriager und bei Onsbmk, gibt es vorzügliche Sandstrande am Fusse der Kalk und Sandsteinfelsen, während an anderen Stellen ein Vorstrand mit grossen Mengen von Geröll vorhanden ist. Zwischen Ronne und Hasle trifft man wieder Sandstrande und Dünen an, die vereinzelt von Schutt aus Lehm und Kohlengruben bedeckt sind. Die letzte Küstenstrecke von Hasle bis Gines Minde ist durch ein schmales Stück flachen, höheren Littorina Meeresboden gekennzeichnet, der mit Mühe und Not den Fischerdörfern Hellig Peder und TegIkaas Raum abgegeben hat. Die niedrige Flachküste wird von riesigen Geröllmassen geschützt und wird hinten durch imposante und botanisch interessante Steilformationen abgegrenzt, die das Littorinameer vor fast 7.000 Jahren gebildet hat.

 

 


 

Naturtypen Bornholms


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Obenstehendes Material stammt aus dem Buch:
Bornholm - Radwandern und Wandern durch Natur und Kultur,
von Finn Hansen
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