fahn_dk.gif (850 Byte) Heide

03.jpg (16370 Byte)Hoilyngen bedeckte in alter Zeit fast ein Viertel der Insel, einschliesslich der hochgelegenen, mittleren und ärmsten Böden. Hojlyngen ist heute bepflanzt oder angebaut und die Heide fast verschwunden, doch der Name dauert fort und findet immer noch Verwendung für dieses frühere Heidekrautgebiet. (Lyng heisst auf deutsch: Heidekraut). Nur kleinere Flecke von Heidekraut und altem ungepfleg­ten Heidekrautwald, die sogenannten »Krak« sind heute übriggeblieben an solchen Stellen, an denen der Fels von äusserst dünner Erdschicht bedeckt ist. Grössere Heideflächen findet man heute nur auf dem Hammerknuden, in Slotslyngen, Rutsker Hojlyng, Raghammer und in Paradisbakkerne, und, nach dem 01.jpg (15720 Byte) Untergrund aufgeteilt, gibt es auf dem heutigen Bornholm die folgenden vier Heidearten. Felsenheide kommt an Stellen vor, an denen die Erdschicht über dem Felsen so dünn ist, dass eine vollständige Trockenlegung stattfindet, sobald die erste Frühlingsnäs­se verbraucht ist. Solche Flecke mit Felsenheide können insofern überall im Grundgesteingebiet angetroffen wer­den, sind indessen besonders auffällig auf nach Süden gelegenen Strecken in, der Nähe der Küste, wie z.B. den Südabhängen bei Hammershus. Sandsteinheide kann überall im Nexo Sandsteingebiet an solchen Stellen vorkommen, wo die Erdschicht für die Landwirtschaft zu dünn ist.

 

 

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Sie unterscheidet sich dadurch von der Felsenheide, dass sie das ganze Jahr feucht bleibt, was darauf zurückzuführen ist, dass die waage­recht verlaufenden Sandsteinflächen das herabsickernde Regenwasser zurückhalten. Hierzu gehört das heute waldbestandene Blemmelyng, wo man im Waldboden Überall Heidekraut erblickt, und auch Bodelyngen in Aaker, Smaalyngen in Pedersker und Balka Lyngünenheide. Innerhalb der Dünenküste kommt diese Heideart mehrmals zwischen Dueodde und Boderne, an der Südküste der Insel entlang vor, mit dem Raghammer Schiessgelände als die grässte zusammenhängende Strecke. Heiden auf Flussebenen besitzen wir nicht mehr im glei­chen Umfang wie früher auf der Insel, vorher aber gab es solche auf der Strecke von Arnager bis Stampen, wo heute der Flugplatz liegt, sowie bei Ronne, wo die sandigen Felder zwischen Fredensborg und Onsbagk ahnen lassen, dass das Heidekraut auch einmal hier herrschte.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 


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Obenstehendes Material stammt aus dem Buch:
Bornholm - Radwandern und Wandern durch Natur und Kultur,
von Finn Hansen
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