fahn_dk.gif (850 Byte)     Agrarflächen



01.gif (12316 Byte)Die Bornholmer Landschaft ist eine Kulturlandschaft, die das Ergebnis ist von der jahrhundertelangen landwirtschaftlichen Auswertung, und die naturgegebenen Vor­aussetzungen, wie Klima und Bodenverhältnisse, sind im allgemeinen für die Landwirtschaft der Insel sehr günstig. Die Anbaufläche hat daher auch bis auf fast 70% der Gesamtfläche betragen. Bis in die fünfziger Jahre hinein vermehrte sich die Anbauftäche dadurch, dass immer mehr Boden urbar gemacht wurde, u.a. weil Dränierungsanlagen die Verwertung feuchter Gebiete möglich und einträglich machten. Dementsprechend wurde der Wiesen‑und Weidebereich merkbar beeinträchtigt, was besonders die Flora beeinflusste, die naturgemäss hier beheimatet war. Seit den siebziger Jahren des 19. Jahrhunderts sind also Wiesen und Weiden um 90% verringert worden, und zwar mit katastrophalen Folgen u.a. für mehrere der hiesigen Orchideenarten. Über die letzten hundert Jahre hat man 23 Gattungen der Orchideen auf Bornholm festgestellt, und von diesen haben die 16 ihr natürliches Vorkommen gerade auf Wiesen und Weiden gehabt. Acht davon sind heute von der Insel verschwunden. Seit den fünfziger Jahren hat man die Anbaufläche wiederum gekürzt, nicht dass man aufgegeben hätte, die Randflächen zu bewirtschaften, sondern wegen des ge­sellschaftlichen Bedarfs an Raum zu anderen Zwecken wie Städteentwicklung, Strassen und Freizeitgebieten. Über die letzten 20 Jahre ist also das Ackerland um mehr als 1500 Hektar gekürzt worden, was 4% der Inselfläche entspricht. Trotzdem ist der Ertrag der Landwirtschaft angestiegen, was auf die Intensivierung und auf einen vergrösserten Verbrauch von Düngemitteln und Pestiziden zurückzuführen ist. Dies hat selbstredend einem grossen Teil der ursprünglichen Flora und Fauna die Existenzmöglichkeiten genommen. Solche Organismen müssen in Handgebie­ten wie Grenzrainen mit Steinwällen, Grabenrändern und Rohstoffgruben ihre Zuflucht finden.

 

 

 



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